Tja, der gute alte Mark. Mann, was war ich mit 13 in den verknallt.
Man erinnere sich: er war ein Fünftel der englischen Boygroup Take That. Nachdem sich Take That dann 1996 getrennt hatte, hat sich Mark natürlich auch solo versucht. Allerdings nicht so erfolgreich wie sein ehemaliger Bandkollege Robbie Williams. Sein Solo-Album "Green man" hatte nichts mehr so viel mit dem seichten Popsound zu Take That Zeiten gemein. Es war ein wenig rockiger und 'erwachsener'. Dennoch war's - bis auf ein paar Songs ("I am what I am" z.B.) - nicht so ganz mein Geschmack. Deswegen hab ich mir eigentlich auch nicht allzu viel erhofft, als ich eigentlich nur durch puren Zufall 2003 erfahren haben, dass Mark mit neuer Single und bald erscheinendem neuen Album am Start ist. Umso postitiver überrascht war ich dann, als ich "Four minute warning" schließlich gehört hab. Denn das ist echt ein klasse Pop/Rock-Song. Tja, 6 Jahre hat es gedauert... aber was lange währt, wird schließlich gut. Und es IST gut geworden.
Das ganze Album "In your own time" ist einfach genial - sowohl die rockigen Stücke, als auch die Balladen. Dazu noch die Texte... vom Feinsten. Früher hätte ich nicht gedacht, dass aus dem kleinen Schnuckelchen Mark mal ein richtiger Mann
und so ein guter Musiker werden würde.
Nun ja, das Album lief bei mir tagein tagaus - ich konnte mich einfach nicht satt hören. Im Stillen hab ich dabei immer gehofft, Mark würde bald auf Tour kommen. Ich wollte ihn so gerne die Songs live performen sehen. Als ich dann erfahren hab, dass er zwar auf Tour geht, aber leider nur in England, hab ich hin und her überleg, ob ich nicht nach London fliegen sollte. Früher hab ich mich über die bekloppten Teenies aufgeregt, die Take That (und all den anderen Boygroups) wer-weiß-wohin hinterher gereist sind, und jetzt wollte ich selbst so bekloppt sein...?! Ja, ich wollte!
Für 19€ 'n Billigflieger gebucht, Konzert-Ticket im Netz bestellt und dann 2 Wochen auf den großen Tag gewartet.
Über Marks Forum hab ich dann noch eine andere 'Bekloppte' kennengelernt, die auch alleine dorthin reisen wollte und mit der ich mich dann in London getroffen habe. Gemeinsam hatten wir einen schönen Tag und ein geiles Konzert. Schon die Vorgruppe (die schottische Band Poor Old Ben) hat das Shepherd's Bush Empire gerockt, und Mark hat uns dann den Rest gegeben. Da ich hinterher nix besseres zu tun hatte (mein Ruckflug ging erst morgens gegen 7h), haben wir dann hinterher noch vor der Halle gewartet und Mark, sowie Jason Orange (auch Ex-Take That), schließlich auch tatsächlich noch getroffen.
Ich weiß zwar nicht, ob ich sowas wieder machen würde (stundenlang in der Kälte stehen und fast 40 Stunden auf den Beinen ohne ein Auge zuzumachen ist schließlich kein Pappenstiel, und das nur für 2-3 Stunden Konzert), aber bereuen tu ich's auf gar keinen Fall. Es war einer der schönsten und aufregensten Tage meines Leben - nicht nur wegen Mark. Es war einfach ein Erlebnis! 